“Drei” hat meinen 3G-Button gekillt. Die Lösung

ACHTUNG! iOS 7.1 Benutzer berichten, dass das Downgrade des Carrier Profils im Moment nicht funktioniert. Ich habe das selbst nicht nachgeprüft, aber es kann gut sein. Wer also seinen 3G Button liebt, macht das Update nicht, oder wechselt den Betreiber
(eh die gscheitere Wahl)

Hellas,

Weil wir hier in Österreich einen komplett realitätsbefreiten Netzbetreiber namens “Drei” haben, der letztens im Connect Netztest den gleichnamigen Platz belegte (gegenüber Platz 1 im Vorjahr endlich eine willkommene Anpassung an die Realität), hat dieser auch beschlossen kurzerhand allen seinen Kunden, die ein Apple iPhone besitzen, die Möglichkeit zu nehmen, die 3G-Funktion auszuschalten.

Wozu sollte das gut sein? Nun. Wer schonmal im Netz von 3 war, weiss wie abgrundtief schlecht die Empfangssituation wird, wenn man sich mal IN ein Gebäude bewegt. Im Gegensatz zu allen anderen Betreibern hierzulande, betreibt 3 nämlich nahezu KEIN eigenes 2G-Netz, sondern nur 3G. Wenn ein Kunde doch mal keinen Empfang haben sollte (sehr oft) wird im Netz von T-Mobile Österreich geroamt.

Drei will mit diesem Update verhindern, dass man sich in “empfangsschwachen” Situationen bewusst für 2G entscheidet und daher haben sie einfach mal den 3G Button verschwinden lassen.

Für alle die übereifrig das “Betreiberupdate” schon angenommen haben und gerne ihre Wahlfreiheit zurück hätten, hier eine kurze Anleitung:

  • Voraussetzung: iTunes muss mit einer speziellen Option gestartet werden. (im sogenannten Carrier Testing Mode) 
  • Windows User müssen bitte den Startlink für ihr Itunes ergänzen: “C:\Program Files\iTunes\iTunes.exe” “/setPrefInt carrier-testing 1″ (mit den Hochkommata)
  • Mac User müssen die Terminal.app Starten und folgendes eingeben:“defaults write com.apple.iTunes carrier-testing -bool YES” (ohne Hochkomma)
  • Danach iTunes neu starten.
  1. iPhone an iTunes stöpseln (und vielleicht gleich ein Backup machen – zur Sicherheit – brauchen tut mans eigentlich ja nicht für diese Prozedur)
  2. Währenddessen –> DAS HIER (3-Kunden) oder DAS HIER (ex-Orange-Kunden) <– runterladen. (Das sind die Betreibereinstellungen VOR dem Update).
  3. Wenn das Backup fertig ist (oder wenn man keins macht) in iTunes mit gedrückter
    alt- (Mac) oder SHIFT-Taste (Windows) auf “Wiederherstellen” klicken.
  4. Die eben heruntergeladene .ipcc Datei auswählen und damit “wiederherstellen” – es werden nur die Netzbetreiber-Einstellungen aktualisiert/wiederhergestellt, nicht euer ganzes Telefon. Keine Angst!
  5. iPhone neu starten
  6. Diesmal das Betreiberupdate NICHT annehmen
  7. Als Drei Kunde bei Drei Stress machen, dass sie diese Einstellung zurücknehmen sollen, weil euch jetzt der Akku nur mehr halb so lang hält, oder ihr unerreichbar seid oder beides… Denn genau das passiert jetzt neuerdings.

Stell dir vor es ist Netzumbau und keiner kriegts hin!

… ungefähr so muss es sich anfühlen, jetzt bei DREI, orange oder gar T-Mobile zu sein.

Nochmal zur Auffrischung: “DREI Österreich” hat “Orange Austria” gekauft. Die Besonderheit hier war, dass DREI ein reines 3G Netz betreibt, aber Orange ein vollwertiges 2G und 3G Netz hat.

Jetzt sollte man meinen, dass sie einfach die Orange-Sender dazustöpseln und das neue DREI (orange wird aufgelöst) künftig ein 2G UND 3G Netz betreibt.

Tjoa… fast.

Um die eigene Corporate Identity zu wahren und dem Kunden möglichst wenig Anhaltspunkte dafür zu liefern wie “suboptimal” das eigene Netz ist, hat DREI einfach mal beschlossen nicht einfach “T-Mobile” als Netzname anzeigen zu lassen, wenn der Drei-Kunde im 2G Netz von T-Mobile roamt, sondern sie mussten den Netznamen natürlich umbenennen. Von “T-Mobile” auf “-3-” oder (bald) auf “3-AT”

So weit so schlimm.793865523

Und jetzt denkt euch mal in einen Orange Kunden rein, der womöglich schon seit vielen Jahren sein Handy bei Orange hat und zufrieden ist und überhaupt all die Vorstellungen von blauem Himmel und weissen Schafwölkchen und grüner saftiger Wiese mit einer Muhkuh hier bitte reindenken. Alles Eierkuchen eben.

Und plötzlich kommt DREI. BÄM. Im Display steht normalerweise “Orange A” … kurz nach Beginn der Migrationsarbeiten taucht aber ein neues Netz auf … “Orange-A” – dafür ist T-Mobile weg.

Die Schlaubis unter euch, wissen schon was das ist. Jaaaa. Drei hat auch für Orange-Kunden das Netz umbenannt. Orange-A ist nämlich das Netz von T-Mobile.

Leider dürfte irgendjemand bei T-Mobile oder bei Orange etwas geschlampt haben bei all der Netzkonfiguriererei. Es tauchen nämlich vermehrt Hinweise darauf auf, dass auch T-Mobile Kunden, die noch nie in ihrem Leben irgendwas mit Orange zu tun hatten, jetzt “Orange-A” im Display stehen haben.

Wait, what?

Verdammte Wurst… Was bitte ist daran so schwierig allen Orange-Kunden einen anderen Netznamen zu präsentieren? Oder noch besser. Warum zum Henker muss das Netz überhaupt umbenannt werden?

Es weiss doch eh jeder, dass T-Mobile das 2G-Roaming Netz von DREI und Orange ist, falls das eigene nicht verfügbar ist. Also lassts doch einfach T-Mobile dastehen. Das wär wenigstens ehrlicher.

Aber die Kunden-Informationspolitik bei Hutchison ist ohnehin etwas ganz furchtbar Verbesserungswürdiges. Ich glaube auch, dass ihnen das bundesdeutsche Callcenter über kurz oder Lang viele Kunden vergraulen wird. Vor allem Orange Kunden werden sich jetzt wohl nach etwas “normalem” umsehen.

 

Mobilfunk in Deutschland: Teurer als Roaming

Ich bin gestern ganz zufällig auf die deutsche T-Mobile Seite geführt worden, wie genau, das weiss ich nicht mehr. Was ich jedenfalls weiss, ist dass es ganz ganz ganz furchtbar ist, dort Mobilfunkkunde zu sein.

Ich hab mir mal erlaubt einen der verfügbaren Tarife der deutschen Telekom (den günstigsten soweit ich weiss) mit einem österreichischen zu vergleichen und staunte nicht schlecht.

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Sofortüberweisung – Was die Banken davon halten.

Liebe Leute,

wie ich schon vor einiger Zeit geschrieben habe, hatte ich die Ehre ein paar Banken zu Ihrer Haltung zum Thema “Sofortüberweisung” zu befragen. Die Meldungen schlugen alle in die gleiche Kerbe. Finger Weg!

Hier ein paar Antworten:

erstebank bankaustria

 

Klicken um zur Warnung zu gelangen

Klick mich!

Na? Merkt ihr was? Erste Bank und Bank Austria sagen sinngemäss: “Geben Sie ihre Daten nicht auf fremden Seiten ein”

Die Raiffeisen Bank machts sogar noch besser. Die warnen seit Neuestem ganz öffentlich vor dem Risiko, welches mit “Sofortüberweisung” einhergeht.

Das Alles hält aber trotzdem Menschen nicht davon ab, weiterhin kräftig die Werbetrommel für “Sofortüberweisung” zu rühren und zu behaupten wie sicher sie doch nicht wären und dass der TÜV sie doch zertifiziert hat.

Es ist doch völlig unerheblich ob der TÜV ihnen technisch attestiert hat, dass sie SSL verwenden und irgendwelche Sachen verschlüsselt abspeichern, wenn die Firma selber meine Kontodaten abschnorchelt.

Fakt ist: Alle Online-Banking-Nutzer haben Verträge mit ihrer jeweiligen Bank unterschrieben, die das Eingeben der Zugangsdaten auf fremden Webseiten untersagt.

Wer so blöd ist und es trotzdem tut begibt sich auf dünnes Eis. Die Bank kann im schlimmsten Fall von jeglicher Haftung freigestellt werden und wenn euch dann IRGENDJEMAND euer Konto leerräumt (IRGENDJEMAND, nicht nur “SOFORT”) dann sagt die Bank “Wir sehen, dass Sie offenbar ihre Logindaten auf fremden Webseiten eingeben, wer sagt, dass Sie nicht noch irgendwo anders ihren PIN und TAN eingegeben haben? Wir werden nicht für Ihre Verluste haften”

Und dann?

 

 

Sofortüberweisung – Wie Freiwilliges Phishing Salonfähig Wurde

Hände hoch; wer von euch nutzt Online-Banking? Oder E-Banking oder Netbanking oder wie auch immer all diese Produkte von den Banken halt so liebevoll genannt werden?

Na bitte, sind ja doch einige hier. Was ist das erste, was euch gesagt wird, wenn ihr die Zugangsdaten fürs Netbanking überreicht bekommt? Es müsste ungefähr so oder so ähnlich klingen wie “Bitte halten Sie diese Daten geheim. Das geht niemanden etwas an und WIR brauchen diese Daten nicht, wir können auch so auf ihr Konto schauen”

Über JAHRE ist uns eingebläut worden, dass wir diese Zugangsdaten AUSSCHLIESSLICH auf der Webseite der Bank einzugeben haben. Dutzendfach wurde der Bevölkerung erklärt, was das Vorhängeschloss im Browser bedeutet, und dass man auf die URL schauen soll, ob da auch wirklich der Name der Bank steht. Hunderte Fernsehberichte flimmerten über unsere Schirme, die uns zeigten, was alles passieren kann, wenn man seinen Login, PIN oder TAN auf der falschen Webseite eingibt.

Und wir fühlten uns sicherer. Wir erkennen eine Phishing-Seite auf 100 Meter Entfernung; wir geben unser Onlinebanking-Login natürlich nirgends ein.

Ausser, jemand fragt danach. Continue Reading

Smarte Preisschilder im Supermarkt – Zu viel Smartness?

(CC BY 3.0 AT) Adam L. / derad.amWillkommen im 21. Jahrhundert, lieber Supermarkt ums Eck. Endlich passiert hier mal etwas. Man wird modern. RFID hat ja schon – für den Kunden ziemlich unbemerkt – Einzug gehalten in die Regale und Paletten in jedem Supermarkt. Aber jetzt, jetzt kommt eine für den Kunden sehr sichtbare Variante von Technologie zum Einsatz.

“Smart Tags” – also etwa “Smarte Etiketten” – oder einfach elektronische Preisschildchen. Wie sehen die aus? Bestimmt total futuristisch? Nö.

Das gräulichere Feld rechts unten ist in wirklichkeit ein e-Paper Display. Die gleiche Technologie, die in eBook-Readern wie zB dem Amazon Kindle vorkommt.

Der Vorteil für den Supermarkt hier: ganz klar… Es spart Zeit und Geld. Bisherige Preisänderungen wurden von der Zentrale an die Filialen geschickt, dort auf einem Drucker ausgedruckt und dann ist jemand durch die Filiale gelaufen und hat die neuen Preisschildchen gesteckt. Bei “Price-Matching” Angeboten, teilweise mehrmals am Tag, weil immer wieder ein anderer Konkurrent einen neuen Preis eingeführt hat.

Mit Smart Tags reicht es, wenn in der Zentrale jemand ein Paar Tasten drückt und schwupps haben die Taschentücher einen neuen Preis.

Das ist dann auch gleich mein Kritikpunkt daran. Wenn die Zeitverzögerung beim Preis-Wechsel von einigen Stunden auf Sekunden schrumpft, werden wir bald einen Synergie-Effekt von Mini-Supermärkten in Tankstellen spüren können. Aber einen negativen. Ähnlich wie beim Spritpreis, werden dann auch im Laden die Preise Uhrzeitabhängig angepasst werden können und zwar von der Zentrale aus, wie man in dieser kurzen Twitter-Konversation sehen kann.

https://twitter.com/BILLA_AT/status/237453450852577280

 

Und weil es – im gegensatz zu Tankstellen – keine Regulierung gibt, die eine Preiserhöhung nur einmal am Tag gestattet, kann sich das folgende Szenario so ganz gut abspielen:

 

[box] Morgens 7 Uhr – Milch kostet €1,29 pro Liter – Viele Büroangestellte holen in der Früh frische Milch für die Kaffeemaschine auf der Arbeit. Manche Frühstücker kaufen sich auch noch welche, fürs Müsli und Mütter, für die Kinder.

Mittags 12 Uhr – der Preis wird auf 99 Cent gesenkt. (Der Morning-Run ist vorbei)

Nachmittags: Ab 16 Uhr – Frischmilch kostet 89 Cent – Der günstigste Preis weil statistisch die wenigsten da Milch kaufen. (frei erfundene Statistik)[/box]

 

Selbstverständlich ist das ein Szenario von vielen und es muss auch gar nicht so weit kommen, aber es war das Erste, was mir in den Sinn gekommen ist, als ich diese Preisschilder sah. Vielleicht bleibts auch nur bei den “Bestpreis-Angeboten” – vielleicht verschwindets auch komplett wieder. Aber wenn nicht, dann wird das Preisvergleichen im Supermarkt nochmal um ein ganzes Eckhaus komplizierter werden.

Die bei Billa verwendeten Preisschilder sind übrigens von einer Grazer Firma - http://www.imagotag.at/ - Leider gibt ihre Webseite nicht viele Infos her.

Bleibt nur zu hoffen, dass Ich künftig beim Einkaufen nicht auch noch die Uhrzeit berücksichtigen muss.

 

 

Iron Sky Micro-Review

Ich war heute – dank einer spontanen Eingebung – am Nachmittag im Kino. Wir haben uns “Iron Sky” angesehen. Ich wollte den Film sehen, weil ich so grundsätzlich ein “Freund” von “Steampunk“-Sachen bin und weil – von mir geschätzte – Menschen, die den Film schon gesehen haben, eigentlich ganz gut darüber gesprochen haben. Und weil es grad hip war ihn zu sehen.

Nun. Wer es gleich wissen will: Nein. Ich hätte es nicht tun sollen. Die Pointen-Dichte liegt in dieser Komödie irgendwo bei 1-5 … pro Film! Er ist nicht sonderlich lustig. Die Story ist kreativ, jedoch sehr im Hintergrund. Anspielungen auf das aktuelle und vergangene Weltgeschehen sind zwar gesät, und man weiss auch was damit bezweckt werden soll, aber auch diese Pointen sind zu flach oder schlichtweg nicht vorhanden. Schauspielerische Leistung von Schauspielern kann ich nicht beurteilen, aber ich fand die Besetzung ganz gut.

Tim Pritlove von #nsfw hat in einem Sneak-(p)review erwähnt in dem Film gibt es eine “riesen Anspielung” auf ein Internet-Meme, aber ich muss wohl sagen, dass ich offenbar zu blöd bin, denn ich hab diese Anspielung nicht gesehen.

Kurzum: Schade ums Geld. Dieser Film ist allerhöchstens einen illegalen Download wert. Geld bezahlen würde ich dafur nicht. Alslo vielleicht lieber doch darauf warten, bis er im Fernsehen kommt. Wenn überhaupt.

Passenderweise gibt es auch hierzu eine “offizielle App” (einen Shooter) die ganz nett gemacht ist :)

Iron Sky the Game (AppStore Link) Iron Sky the Game
Hersteller: Netgen Oy
Freigabe: 9+
Preis: 0,89 € Download (Aff.Link)

 

iPad galore – Tweetbot

Viele von Euch werden es schon mitbekommen haben. Ich habe seit neuestem ein iPad. Und zwar gleich mal das “neue iPad” – und ich war Fanboy genug um nicht darauf zu warten, bis es in Österreich verfügbar ist, sondern ich habs mir gleich am Erscheinungstag in Deutschland online geshoppt und am nächsten Tag in Passau abgeholt (nette Stadt übrigens, solltet ihr mal besuchen)

weil das aber auch mein erstes iPad ist, gab es für mich gleich noch etwas neues zu entdecken. Die iPad-Apps! So viele neue und optisch schönere Apps gibt es da. Tweetbot sieht am iPad nochmal um ein Eckhaus toller aus als auf dem iPhone. Und deswegen werde ich euch einfach mal in den nächsten Wochen hier und da mal ne App Empfehlung für iPads um die Ohren hauen. Ich hoffe Ihr haltets aus ;)

Tweetbot — Der Twitter Client mit Charme für das iPad (AppStore Link) Tweetbot — Der Twitter Client mit Charme für das iPad
Hersteller: Tapbots
Freigabe: 4+
Preis: 2,69 € Download (Aff.Link)

Tschüss Google+

Neinneinnein. Das kann nicht sein. Am Anfang war Google Plus ja noch lustig und ein Nischenprodukt, und mal was neues zum Ausprobieren. Aber jetzt; ja jetzt ist Google Plus nicht mehr lustig, aber immer noch ein Nischenprodukt. Ein Nischenprodukt, in welches mich der riesen Konzern aus dem Silicon Valley auch immer mehr reinzwängen will.

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