Los, wir schreiben “Fairtrade” drauf

“… und machens gleich teurer.” So, oder so ähnlich muss es vor etwa einem halben Jahr in der Firmenzentrale der Bäckerei Ströck zugegangen sein.

Damals wurde der “grosse” Cafe Latte nämlich von € 2,90 auf € 3,00 angehoben. Die einzige sichtbare Änderung waren plötzlich überall kleine Hinweise darauf, dass es sich hierbei um “Fairtrade” Kaffee handelt.

“Na toll”, habe ich mir damals gedacht, “wieder eine Bude, die dieser schwindlichen Organisation Geld in den Rachen steckt”.

Fairtrade ist doch nichts weiter als eine “Gewerkschaft”, die für mich als Konsument dafür sorgt, dass Güter einfach nur TEURER werden, aber nicht etwa besser oder mehr.

Ganz ehrlich? Fairtrade wurde erfunden, damit sich große Konzerne etwas in ihren “Nachhaltigkeitsbericht” schreiben können und damit irgendwelche Kriterien für Förderungen oder sonstige staatliche Zuwendungen erhalten können. Fairtrade wurde vielleicht auch erfunden um einen höheren Preis für einige wenige Großproduzenten zu lukrieren. (die Mini-Mini Bauern, die gerne für irgendwelche Imagekampagnen vor die Kameralinse gezerrt werden, und tatsächlich davon profitieren könnten, sind für solche Großabnehmer schlicht irrelevant)

Ergo: Wer groß ist, und schon viel hat, bekommt einfach noch mehr, weil er bei Fairtrade ist. Bei allen Beteiligten bleibt ein Batzen mehr Geld im Börsel zurück. Nur der Konsument schaut durch die Finger. Daher: Fairtrade, nein danke.

Und heute: Heute, hat Ströck die Kaffeepreise abermals angehoben. € 3,10 kostet die Plörre jetzt. Und wie begründen wirs diesmal? BIO! JAAAAA. Jetzt isses Bio-Fairtrade-Kaffee….

Ihr mich auch, Ströck, IHR MICH AUCH!

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  1. Michael Ströck

    Hi Adam! Google hat mich gerade auf diesen Blogpost aufmerksam gemacht – konnte mir eine Antwort nicht verkneifen :-)

    Unser Kaffee ist seit 5+ Jahren sowohl Bio als auch Fair Trade. Daran hat sich überhaupt nichts geändert. Das ist im Einkauf empfindlich teurer, wir halten es aber für sinnvoll. Ein Vorschlag: Beschäftige dich bei Gelegenheit damit, was diese Dinge für die Erzeuger und die gesamte Wertschöpfungskette bedeuten – du wirst wahrscheinlich zum gleichen Schluss kommen.

    Falls nicht: Man muss das ja nicht so sehen. Du kannst ja zwei Schritte weiter gehen und dir irgendwo anders einen Kaffee um 1.- holen. Es ist ja nicht so, als ob sich die Welt gegen dich und deinen wohlfeilen Kaffeegenuss verschworen hätte ;-)

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